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Rosenfreundeskreis Suhl

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Hermann Oehring

Hohe Feldstraße 2
98529 Suhl

Telefon (03681) 304264
Mobiltelefon (0173) 5983826

E-Mail E-Mail:
Homepage: rosenfreunde-suhl.de


Aktuelle Meldungen

Aktuelle Hinweise und Pflegetipps für den Hochsommer

(17.07.2014)

Die Hauptblüte der Rosen ist nun vorbei und es ist an der Zeit den Sommerrückschnitt durchzuführen. Historische Rosen, die in der Regel nur einmal im Jahr blühen, sollten sofort nach dem Abblühen einem Korrekturschnitt unterzogen werden. Damit kräftigt man die Pflanze, die durch einen stärkeren Rückschnitt angeregt wird, neue Basistriebe zu bilden. Rosen, die gute Hagebuttenbildner sind, sollte man demgegenüber nicht zurückschneiden oder nur überlange Triebe bis zur Hälfte einkürzen. Bei allen übrigen Rosen, die mehrmals blühen, liegt die Schnittführung 3-4 Augen unterhalb des Blütenstandes, möglichst knapp oberhalb eines nach außen weisenden Auges. Hieraus entwickelt sich dann innerhalb der kommenden Wochen der neue Blütentrieb.

Entgegen dem häufigen Hinweis, Rosen Ende Juni bis Mitte Juli nochmal zu düngen, rate ich von dieser Maßnahme ab, da in unserer Mittelgebirgsregion die Vegetationszeit i.d.Regel Mitte Oktober endet und die Rosen bei erhöhtem Nährstoffangebot zu lange in den Herbst hinein austreiben. Somit könnten die frischen Triebe nicht mehr rechtzeitig ausreifen und im Winter weit herunterfrieren.

Wichtiger ist stattdessen in diesen Tagen permanenter Pflanzenschutz. In diesem Jahr sind Rosenrost, falscher Mehltau und Sternrußtau weit verbreitet. Schadpilze, erkenntlich durch rote Pusteln, schwarze Flecken und gelb werdende Blätter, sollten bekämpft werden, wobei erkranktes Laub entfernt und die ganze Pflanze mit Fungiziden und Blattstärkungsmitteln in wöchentlichen bis zweiwöchentlichen Abständen eingesprüht wird. Geeignet sind alle zugelassenen Mittel, kombiniert idealerweise mit dem Präparat VITANAL sauer/kombi, welches das Rosenlaub stärkt und die Verbreitung von Pilzsporen hemmt.

Gespritzt werden darf nicht bei Sonnenschein und Regen, ideal ist ein kühler Tag bei bedecktem Himmel.

Weiterführende Informationen zu VITANAL finden Sie unter der Webseite

www.vitanal.de

Das Frühjahr 2014 - worauf zu achten ist

(15.04.2014)

Wir haben es in diesem Jahr mit einem außergewöhnlichen Witterungsverlauf zu tun. In Folge des durchgängig milden Winters haben fast alle Rosen ihre Vorjahresblätter behalten. Inklusive den daran befindlichen Pilzsporen. Der Frühjahresrückschnitt konnte schon sehr zeitig absolviert werden, die Rosen trieben bereits in der ersten Märzdekade aus.Nach der Entfernung des Winterschutzes, soweit  dieser notwendig war, und dem Abhäufeln, ist es nun an der Zeit, den Dünger einzuarbeiten. Wir empfehlen unbedingt, einem Düngemittel auf organisch- mineralischer Grundlage den Vorzug zu geben, da es hier in der Regel nicht zur Stickstoffüberdosierung kommen kann. In die engere Wahl aufgrund guter eigener Erfahrungen kommt bei uns

Engelhardt´s Rosendünger, pelletiert, ein organisch-mineralischer

NPK Dünger 6-5-9 in Verbindung mit Eifelgold-Urgesteinsmehl, welches die Bodenfruchtbarkeit erhöht, das Bodenleben aktiviert und eine pflanzengerechte Spurenelementversorgung gewährleistet. Die Pelletform erlaubt zudem eine einfache Ausbringung und Dosierung.

Nähere und ausführliche Informationen finden Sie unter dem

Link: www.Ludwig-Engelhardt.de

Natürlich bieten auch die Firmen Oscorna und Neudorff organisch-mineralische Rosendünger von guter Qualität an, ebenso wie zahlreiche renommierte Rosenschulen über eigene Rezepturen verfügen.

Jedem Rosenfreund bleibt es überlassen, die unterschiedlichsten Produkte im eigenen Garten zu testen.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die rechtzeitige Vorbeugung gegen Schadpilze, insbesondere Sternrußtau. Nachdem das vorjährige Laub zum Teil noch an den Sträuchern sitzt, haben auch die Pilzsporen vermutlich keinen Schaden genommen. Um den Kreislauf zu unterbrechen,bevor die Pilzsporen auf den neuen Blättern keimen können, empfehlen wir deshalb schon jetzt im April eine Austriebsspritzung mit im Fachhandel erhältlichen Fungiziden. Diese Behandlungen sollten entsprechend den Anwendungshinweisen in mehrwöchentlichen Abständen unbedingt wiederholt werden.Es ist unbedingt zu beachten, dass die nötigen Behandlungen jeweils mit unterschiedlichen Wirkstoffen zu wiederholen sind, um einer Resistenzbildung der Schadpilze gegen ein bestimmtes Fungizid vorzubeugen.

Wer auf diese Mittel verzichten möchte, kann alternativ auch Schachtelhalm-Präparate einsetzen, diese stärken die Blattstruktur und erschweren auf natürlichem Wege die Besiedlung der Rosenblätter mit Pilzsporen. Gegen nun wieder vermehrt auftretende Blattschädlinge, wie Rosentriebbohrer, Blattrollwespe und Blattschneiderbiene gibt es leider keine erfolgversprechenden Gegenmaßnahmen, außer, man macht sich die Mühe, befallene Blätter abzusammeln und befallene Triebspitzen abzuschneiden.

Bei steigenden Temperaturen sind auch die allseits unbeliebten Blattläuse wieder zur Stelle. Bitte spritzen Sie nur im äußersten Notfall, eingedenk der Singvögel sollten nur umweltverträgliche Mittel zum Einsatz kommen.

der Zustand der Rosen zum Jahreswechsel

(31.12.2013)

So ungewöhnlich wie der Witterungsverlauf in diesem Jahr, so endet die Gartensaison 2013 wieder mal ganz untypisch mit sehr milden Temperaturen den gesamten Dezember über.

Das kann durchaus problematisch werden, wenn  noch eine nachfolgende Kälteperiode erwartet werden kann.Wir erinnern uns dabei unwillkürlich an den Winter 2011/2012,wo ähnliche Verhältnisse herrschten und der harte Frost ab Mitte Januar zuschlug, mit den bekannten Auswirkungen. Wenn wir unsere Rosen beobachten, finden wir die meisten Pflanzen noch grün und voll belaubt vor, ein Zeichen, dass noch keine vollständige Winterruhe eingetreten ist.Wichtigste Maßnahme gegen mögliche Spätfrostschäden ist noch immer das Anhäufeln der Rosen, zu mindestens, was die etwas empfindlicheren Sorten betrifft. Bei Wildrosen und deren Hybriden sowie Gallica- und Albahybriden kann meines Erachtens auf diese Vorsichtmaßnahme verzichtet werden.Diese Gruppen sind in der Regel ausreichend winterhart, um auch stärkere Kahlfröste unbeschadet zu überstehen. Große Aufmerksamkeit sollte man aber gerade jetzt der Wühlmauskontrolle und - bekämpfung widmen. Im noch ungefrorenen Boden können diese Nager ohne Schwierigkeiten an den Rosenwurzeln herankommen. In Regionen mit großen Wühlmauspopulationen ist es sinnvoll, mittels eines Sondierstabes Stichproben in den Rosenbeeten vorzunehmen und beim Auffinden frischer Wühlgänge sofort Fallen aufzustellen.Über erfolgversprechende Fangtechnik habe ich an anderer Stelle schon berichtet.

Unsere Rosen im Oktober

(06.10.2013)

Eine Phase langer Trockenheit und anschließend intensive und sehr ergiebige Niederschlagsmengen führten dazu, dass die Rosen fast ausnahmslos einen starken Neutrieb im September zeigten.

Sowohl öfterblühende Kletterrosen als auch Teehybriden, Strauch und Bodendeckerrosen stehen jetzt,Anfang Oktober, noch in voller Blüte bzw. schieben knospende Triebe. Inwieweit diese noch zum Aufblühen kommen, hängt vom Witterungsverlauf ab. Milde Temperaturen sind dafür günstig, verzögern jedoch das Ausreifen der Triebe vor dem Winter. Jetzt sollte man aber die verwelkten Blüten nicht mehr unbedingt abschneiden, weil ein weiteres Neutrieb dadurch nur wieder angeregt würde.

Die einmalblühenden Rambler hingegen bezaubern schon jetzt mit einem reichlichen Hagebuttenschmuck,wenn auch noch nicht ganz ausgereift,z.B. Kiftsgate,Bobby James,Venusta Pendula,Rosa helenae,und viele andere.

Hier und da tritt vereinzelt Sternrußtau auf, die Invasion der Blattschädlinge ist jedoch vorbei und spielt in dieser Jahreszeit keine Rolle mehr. Die Hagebutten sind nicht nur was fürs Auge, sondern  dienen als Energiereserve für diejenigen Vogelarten, die im Winter bei uns bleiben.

Es ist Zeit,reifen Kompost bereit zu halten, um den Rosen bei einsetzenden stärkeren Frösten nötigen Frostschutz durch Anhäufeln zu geben. Das ist in der Regel erst ab November der Fall.

Wildrosen und R.gallica-Abkömmlinge bedürfen dieses Schutzes meistens nicht und kommen auch so gut durch den Winter.

 

Bodennährstoffanalysen - wann sind sie sinnvoll ?

(29.07.2013)

Immer wieder erreichen uns Anfragen solcher Art, warum Rosen an manchen Standorten nicht gedeihen, zu Kümmerwuchs neigen ( hier kann auch das Phänomen "Bodenmüdigkeit" eine Rolle spielen) oder auch sehr krankheitsanfällig sind.

Sollte bei einer Standortbesichtigung nichts Auffälliges zu bemerken sein, z.B. extreme Schattenlage, heiße Südwände mit möglichem Hitzestau, hoher Grundwasserstand ( Rosen mögen keine nassen Füße !) oder mit Bauschutt aufgefüllter Untergrund, kann eine Nährstoffanalyse des Gartenbodens Aufschluß geben.

In jedem Bundesland gibt es zertifizierte Prüflabore, die die eingeschickten Bodenproben auf die wichtigsten Parameter untersuchen. Hier geht es in der Standarduntersuchung vor allem um die Hauptnährstoffe Calcium,Kalium,Magnesium,Phosphor,Nitrat (Stickstoff) und den pH-Wert ( = Kalkversorgungszustand des Bodens). Auf Grund des Meßergebnisses werden dann auch konkrete Empfehlungen zu evtl. nötigen Düngemaßnahmen gegeben.

Unter dem Link: www.bodenanalyse-zentrum.de erhalten Sie genaue Angaben darüber, wie eine Bodenprobe zu entnehmen ist.

          (Quelle: Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL))

In angehängter PDF Datei finden Sie eine Übersicht über alle zur Verfügung stehenden Prüflabore:

 

[Übersicht der Prüflabore]

Pflege unserer Gartenrosen in langen Trockenperioden

(22.07.2013)

Wir haben 2013 wieder ein Jahr der Wetterextreme.
Nun gab es seit Anfang des Monats Juli keinen Niederschlag und hohe
Tagestemperaturen. Es herrscht dann unter Hobbygärtnern eine weit
verbreitete Besorgnis, ob und wie denn die Rosen diese Trockenheit
verkraften.Hierzu kann ich Beruhigendes sagen: die Rosen als
ausgesprochene Tiefwurzler verkraften diese Trockenperioden besser
als manche flachwurzelnde Staude. Es nützt nichts und ist Verschwendung von Wasserressourcen, abends die Rosenflächen
großflächig zu beregnen, das Wasser verdunstet schneller, als es
die Wurzeln erreicht und außerdem, wenn die Blätter nicht vor der
Nacht abtrocknen ,ist ein ideales feuchtwarmes Klima für Pilzerkrankungen gegeben. Trotzdem sind Rosen in langen trockenen Phasen dankbar für zusätzliche Wassergaben. Diese dann aber reichlich, 10 Liter pro Pflanze wären ideal - und direkt am
Wurzelbereich über Gießkanne oder Schlauch einbringen und danach
den Boden lockern, damit keine erhöhte Verdunstung durch die
Bodenkapillaren eintritt. Besonderes Augenmerk ist auf frisch
gepflanzte Rosen zu legen, die bisher wenig Wurzeln bilden konnten
und sehr viel empfindlicher auf Wassermangel reagieren.

Ein guter Ratschlag ist es immer, freie und unbepflanzte Bodenflächen zu mulchen, jetzt ist am besten Schnittgut aus dem Fangsack des Rasenmähers dafür zu verwenden. Es schützt den Boden vor Austrocknung und das Bodenleben bleibt vital, eine Mulchdecke hält Feuchtigkeit zurück und puffert Temperaturextreme wirkungsvoll ab.  
Ansonsten zeigen sich die Rosen wenig von der Hitze beeindruckt, außer,dass sich die Blühdauer der Einzelblüten merklich verkürzt.

Aktuelle Hinweise und Pflegetipps für den Rosengarten

(30.05.2013)

Die ungewöhnlich lang andauernde nasskalte Witterung im abgelaufenen Monat Mai, der als einer der niederschlagsreichsten und kältesten Frühlingsmonate in die Wetterstatistik eingehen wird, hat bei den Rosen bisher keinen nennenswerten Rückstand im Austrieb bewirkt. Lediglich bei der Blütenbildung macht sich eine Verzögerung im Vergleich zum langjährigen Mittel bemerkbar. Das zeigt sich besonders bei den frühblühenden Strauchrosen aus der R. spinosissima-Gruppe, wie zum Beispiel die Sorte `Aicha´ , die normalerweise jetzt zum Ende des Monats in voller Blüte steht. Auch Rosa hugonis und `Canary Bird ´, die zu den am frühesten blühenden Strauchrosen gerechnet werden können, lassen noch auf sich warten.

 

Was den Schädlingsbefall betrifft, ist ein verstärktes Auftreten der Blattrollwespe zu bemerken.

 

Die nur wenige mm große Wespe sticht mehrere Blätter an, die sich in charakteristischer Weise daraufhin einrollen. Aber nur in wenigen der eingerollten Blätter findet man dann auch tatsächlich eine Raupe vor. Hier hilft nur ein Absammeln der Blätter, eine Bekämpfung ist nicht möglich. Eine direkte Schadwirkung für die Pflanze ist bisher nicht nachgewiesen worden.

 

Die Frühjahrsdüngung sollte nunmehr abgeschlossen sein. Zu bevorzugen sind jedenfalls organische Dünger mit einem ausgeglichenen N-P-K Verhältnis, Zusätze von Urgesteinsmehl und Bodenaktivator-Substanzen fördern das Bodenleben und tragen bei extremen Böden zu einer ausgeglichenen Bodenreaktion bei.

 

Ein gefürchteter Schädling für die Gartenrosen ( und viele andere Pflanzen sowie Obstgehölze ) ist die Wühlmaus, auch als Schermaus bezeichnet. Jetzt im Frühjahr tritt sie in eine neue Aktivitätsphase ein, indem sie zur Fortpflanzung schreitet, ansonsten aber eine einzelgängerische Lebensweise führt. Während das Gangsystem im Winter sehr tief unter der Erde liegt, werden jetzt die Gänge oberflächennah angelegt. Rosenwurzeln sind besonders gefährdet, aber auch jegliche Zwiebelgewächse werden gerne als Nahrung angenommen, z.B. Tulpen- und Lilienzwiebeln. Da die Wühlmaus im Gegensatz zum Maulwurf keine Erdhaufen auswirft, bemerkt man ihre Wühltätigkeit meist erst dann, wenn die betroffenen Pflanzen zu welken beginnen.

 

Bei der Bekämpfung gehe ich folgendermaßen vor: finde ich einen Gang vor, lege ich ihn auf 20 cm Länge frei und warte ab. Ist der Gang bewohnt, wird die Wühlmaus in kürzester Zeit versuchen, den Gang von innen zu verschließen .Ist das geschehen, weiß man auch, von welcher Seite des Ganges das Tier zu erwarten ist. Mit einem Kartoffelstückchen als Köder (es geht ebenso gut mit Möhre oder Sellerie) stelle ich die gespannte Falle direkt an den vorher wieder freigelegten Gang. Auf diese Weise fing ich in der letzten Woche zwei ausgewachsene Exemplare ( siehe nebenstehende Abbildungen ). Man beachte das kräftige Nagergebiß! Es gibt im Übrigen die verschiedensten Fallensysteme im Handel, mit der abgebildeten Falle habe ich die besten Fangergebnisse erreicht. In wühlmausgefährdeten Gebieten empfehle ich, in regelmäßigen Abständen die Rosenquartiere mit einem Suchstab zu sondieren, um bei Bedarf sofort reagieren zu können.

 

3 5
fängisch gestellte Wühlmausfalle von Neudorf ausgewachsenes Tier
1 2
die Falle hat zugeschnappt frisches Kartoffelstückchen als Köder
4 6
man beachte das typische Nagergebiß wie beim Biber sind die Nagezähne immer scharf und wachsen ständig nach

 Literatur:

 Herbert Mesch (1989): Wühlmaus und Maulwurf im Garten, Reihe: Bücher für den Gartenfreund, VEB Deutscher Landweirtschaftsverlag Berlin, 5. Auflage

Fotos: H.Oehring, 28.5.2013 im eigenen Garten dokumentiert

Rosenmüdigkeit

(20.03.2013)
"Wo eine Rose war, darf man keine mehr   pflanzen!"

 

Dieser festgemeißelte Satz fällt oft, wenn es darum geht, alte Rosen zu ersetzen.

 

Das Problem ist allseits bekannt unter der Bezeichnung Rosenmüdigkeit. Diese Rosenmüdigkeit kann viele Ursachen und Gesichter haben, wie einseitige Nährstoffauslaugung, bodenbürtige Pilzkrankheiten, schädliche Wurzelausscheidungen der alten Rosenwurzeln im Boden oder sogar Nematoden (das sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer, welche an den Pflanzenwurzeln saugen).

 

Diese Vorsichtsmaßregel ist durchaus berechtigt, auch der Landwirt baut ja nicht jahrzehntelang dieselben Kulturen auf seinen Feldern an, sondern betreibt Fruchtwechsel, um solchen Nachbauproblemen von vornherein vorzubeugen. Der Grund, warum dies bei Rosen so besonders gefährlich erscheint, ist schlicht darin zu suchen, daß Rosen als langlebige Pflanzen extrem lange am selben Standort verbleiben und somit die Wahrscheinlichkeit, daß Probleme auftreten, höher ist.

 

Ähnliche Problem haben Baumschuler oder Obstbauern. Hier kommt noch hinzu, daß ein großer Teil der Obstgehölze wie Himbeeren, Brombeere, Stein- und Kernobst alle der Familie der Rosengewächse angehören und daher untereinander genauso "nachbauungeeignet" sind wie gleiche Kulturen. Bei Feldkulturen sind daher ca. 10 Jahre Anbaupause als Vorsichtsmaßnahme üblich. Die Methoden der chemischen Bodenentseuchung haben sich glücklicherweise aufgrund hoher Kosten wenig verbreitet. Diese Methoden sind sehr kritisch zu betrachten, alleine, weil im Boden hierdurch fast jegliches Leben abgetötet wird. Zudem haben diese Mittel eklatante Nebenwirkungen, bis hin zu erhöhten Krebsraten durch Grundwasserbelastungen.

 

Grundsätzlich gilt: je biologisch aktiver ein Boden ist, und je natürlicher die Kulturmaßnahmen, desto weniger treten Nachbauprobleme auf. Organische Düngung und vielfältige gemischte Bepflanzungen beugen auch hier Krankheiten vor.

 

Daher besteht kein Grund zu Übervorsichtigkeit, berechtigte Vorsichtsmaßnahmen sind aber angebracht. Zunächst ist natürlich zu berücksichtigen, wie lange eine Rose an Ihrem Standort war, und warum sie nicht mehr dort steht. Ist die Pflanze gar weit unter zehn Jahren alt und z. B. Durch Frost abgestorben, dann ist es recht unproblematisch,dort wieder eine neue zu pflanzen. Handelt es sich um ein mehr als 15 Jahre altes Rosenbeet und die Pflanzen mickern schon seit mehreren Jahren und werde zusehends weniger, so ist größere Vorsicht angebracht. Das Problem der schädlichen Wurzelausscheidungen tritt erfahrungsgemäß um die 6 Monate nach dem Roden der Pflanzen am heftigsten auf. Direkte Neupflanzung oder ein ganzes Jahr Pause sind die zwei Methoden, dies zu umgehen.

 

Als grundsätzliche Vorsichtsmaßnahmen empfehlen wir:

  • Bei der Neupflanzung keine wurzelnackten Rosen zu verwenden, sondern bereits durchwurzelte Topfpflanzen, diese haben bereits einiges an neuer Erde im Topf dabei und müssen nicht wie eine wurzelnackte Rose sofort in der "fremden " Erde neue Faserwurzeln bilden.

  • Bei einzelnen Rosen mindestens einen Eimer neue Erde, in der noch keine Rosen gewachsen sind, einzubringen. Diese kann man auch einfach z. B. mit Erde aus dem Gemüsegarten tauschen.

 

Bei Bepflanzung ganzer Beete mit überalterten Rosen gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Das ganze Beet zwei Spaten tief ausheben und die Erde komplett tauschen, dann sofort neu bepflanzen.

  • oder ein Jahr Pause zu machen und in dieser Zeit das Beet mit einer Leguminosengründüngung oder mit Tagetes zu bepflanzen. Diese Pflanzen reinigen den Boden und wirken den schädlichen Nematoden durch Wurzelauscheidungen entgegen.

 

Bei allen Methoden kann man das Mikrobenpräparat EM (EffektiveMikroorganismen) unterstützend einsetzen.

 

Alternative ist natürlich die Wahl eines neuen Standortes für die Rose.

 

Autor: Werner Ruf, Bioland-Rosenschule

Bad Nauheim-Steinfurth

 

mit freundlicher Genehmigung von Herrn Ruf anläßlich

seines Vortrages im Freundeskreis Suhl

Biologische Rosenpflege

(20.03.2013)

Sie haben mich gebeten, Ihnen heute über die Methoden zu berichten, die wir als biologisch wirtschaftende Gärtnerei anwenden, um unsere Rosen zu pflegen. Ich nehme an, dass Sie nun konkret wissen möchten, welche Mittel wir Anwender gegen die Rosenkrankheiten was gegen Läuse, was gegen Sternrußtau, was gegen....

 

Ich hoffe Ihnen auch einige Alternativen, zu den zu Recht manchmal skeptisch gesehenen chemischen Mitteln, gegen die Geißeln unserer Rosen empfehlen zu können. Vor allem aber möchte ich Ihnen eine etwas andere Sichtweise unserer Probleme vermitteln: wir sollten uns Menschen und unsere Pflanzenkulturen auch als Teil der Natur um uns betrachten, anstatt stets Herr und Beherrscher zu sein. Ob als Rosenliebhaber oder Kultivateur, wir möchten unser Pflanzen stets ohne Mängel haben und setzen unsere Anstrengungen daran dies zu erreichen. Haben wir ein Problem, so fragen wir zuerst, was wir dagegen unternehmen können und erst danach warum es wohl aufgetreten ist. Bringen wir die Ruhe und Gelassenheit auf, zuerst die Ursachen zu ergründen, so werden wir sinnvollere und bessere Gegenmaßnahmen ergreifen können.

 

Um nicht alles durch Ausprobieren ergründen zu müssen, ist es wichtig die Grundbedürfnisse unserer Rosen zu kennen und so zu versuchen ihnen gute Lebensbedingungen zu bieten.

 

 

Pflanzung und Pflege

 

Standort

Rosen sind Sonnenkinder, sie hungern geradezu nach Licht, Hitze vertragen sie schlecht, also brauchen Sie auch den Schatten.

 

Ostseite ist idealer Rosenplatz, Westseite nicht viel weniger. Reine Südseiten sind oft zu heiß, Nordseiten zu kalt. Genauso wie es Rosensorten gibt, die lieber im warmen Süden stehen (z.B. Teerosen, Noisetterosen, einige Edelrosen), stehen einige lieber im lichten Schatten (z.B. Bourbon- und Remontantrosen, besonders die Samtroten, die sonst gerne verblauen). Auch kleinblumige Rosen (z.B. Bodendecker-Zwerg- Kleinblütige Kletterrosen) gedeihen im lichten Schatten meist gut.

 

Der Rosenfreund und Kenner, Konrad Adenauer hat die Ansprüche der Gartenrosen etwa so zusammengefasst

 

Die Rose liebt es warm, aber nicht heiß

Die Rose liebt es feucht, aber nicht nass

Die Rose liebt es luftig, aber nicht zugig. 

 

Boden

Die Rose ist ein Tiefwurzler, also Muss die Pflanzbeetvorbereitung gründlich erfolgen. Tief lockern und gut verrotteten Humus ( Kompost, 2jährigen Mist) auch bis 40 cm tief einbringen, ist bei allen Böden sinnvoll. Junger Kompost und frische organische Substanzen gehören auf die Bodenoberfläche.

 

Tödlich ist stauende Nässe. Rosen wachsen zur Not auch auf Fels u. Stein mit nur30-40 cm Mutterboden, nie jedoch mit nassen Füßen.

 

Ein Erhöhen der Mutterbodenauflage auf nassen oder steinigen Böden ist immer von Vorteil.

 

Nicht ohne Grund empfehlen alte Rosengärtner 3 Spatenstich tief umgraben, das sogenannte Rigolen, in Extremfällen Tiefenlockerung bis 1,5 m. Eine solche Lockerung kann bis zu 20 Jahre positiv nachwirken.

 

Die sind jedoch „Extremvorbereitungen“ zur Urbarmachung, die natürlich nicht immer notwendig sind. Als Idealbild sollte man immer den Waldboden vor Augen haben, bei dem das Bodenleben aus der oberen Humusauflage seine Energien freisetzt und ganz allmählich in die tieferen Wurzelzonen hineinträgt. Wenn man auch ohne solche Mini-Erdbeben solche Verhältnisse schaffen kann, dann umso besser.

 

Idealer Rosen boden ist humoser, tiefgründiger, lehmiger Sand. Der Humus bildet die Nahrungsgrundlage, Lehm speichert die Nährstoffe, der Sand gibt die Lockerheit.

 

Sandboden muss verbessert werden mit Humus und Lehm, oder Tonmineral (Bentonit).

 

Lehmboden ist nicht viel schlechter als sandiger Lehm, eventuell mit Sand auflockern.

 

Lettboden sollte mit scharfem Sand oder Lavagrus und verrottetem Kompost verbessert werden. Bei starker Verdichtung können die Wurzeln keine Luft mehr bekommen. Im Extremfall ist Bodenaustausch notwendig.

 

Anbei die Idealwerte für Rosen (aus Rosenkultur, Paul Parey Verlag):

  • Säuregrad pH-Wert 5,5-6,5
  • Stickstoff (Hauptwachstum) Nitrat 10-30 mg / Liter Erde
  • (Bei Bodenanalysen ist allenfalls der momentane Nitratgehalt feststellbar der Stickstoffvorrat ist jedoch im Humusanteil gebunden)
  • Phosphor (Frucht u. Blüte) P205 60-80 mg/ Liter Erde
  • Kali (Blütenbildung u. Holzreife) K20 85-150 mg/ Liter Erde
  • Kalk CaO 150 mg/ Liter Erde
  • Magnesium MgO 20-25 mg/ Liter Erde Spurennährstoffe
  • Mangan 150-250 ppm 1
  • Kupfer 10-40 ppm
  • Bor 0,3-2,0

 

Eine einfache Faustformel für den Nährstoffgehalt eines Rosendüngers ist 1Teil Stickstoff, 0,5 Teile Phosphor, 1,5 Teile Kali, 0,3 Teile Magnesium.)

 

Eine komplette Bodenanalyse mit Einschätzung der biologischen Aktivität und Humusbestimmung erstellt:

 

Labor Balzer

Oberer Ellenberg 5

35083 Wetter

Tel. 06423-7483

 

Nährstoffe und Düngung

Einer der Grundunterschiede im Biologischen Anbau im Vergleich zur Konventionellen Bewirtschaftung, ist die Betrachtung der Pflanzenernährung:

 

Nicht das direkte Ausbringen der chemischen Elemente, sondern das Ernähren des Bodenlebens stellt die Nährstoffversorgung sicher. Gerade Stickstoff, der wichtigste Pflanzennährstoff, ist als Vorrat im Boden nur als Humus vorhanden. Der reine Nährstoff ist leicht auswaschbar und somit nicht sinnvoll messbar. Es gilt also der alte Spruch: “Das Auge des Herrn füttert das Vieh“.

 

Wichtig ist die Humuszufuhr im Boden, denn nur die Ton-Humus Komplexe im guten Boden sind in der Lage Nährstoffe zu speichern und pflanzenverfügbar zu machen. Auch liefert organische Düngung Spurennährstoffe meist gratis mit. Verrotteter Stallmist ist ein idealer Rosendünger. Wir verwenden ihn im 2-jährigen Turnus, abwechselnd mit Rosendünger (Engelhardt Rosendünger, Rosen-Azet Neudorff, Oscorna Rasaflor) Rosen benötigen mehr Kali als Phosphor, daher ist es sinnvoll auch einmal nur Stickstoff und Kali zu düngen (z.B. im Frühjahr Hornspäne, Pflanzenkali im Juni). Ist man sich unsicher gibt eine Bodenuntersuchung genauen Aufschluss über die vorhandenen Nährstoffe. Speziell weil eher zu viel gedüngt wird ist eine Bodenuntersuchung mindestens alle 4 Jahre sinnvoll.

 

Rosen sind kalkhungrig. Wildrosenstandorte sind meist kalkreich Alle 4-5 Jahre sollte gekalkt werden, denn Kalk beeinflusst nicht nur den Säuregrad und den Nährstoffhaushalt des Bodens, sondern ist auch Nährstoff, welcher der Pflanze Stabilität und Härte gibt.

 

Mulchen

Das Mulchen ist oft ein Diskussionspunkt, da dem Mulchen sowohl positive, als auch negative Auswirkungen auf die Rosenkrankheiten zugeschrieben wird.

 

Durch Versuche in der Hochschule in Kassel wurde nachgewiesen, dass es keine negativen Auswirkungen auf die Rosenkrankheiten hat. Bedeckt man herabgefallene alte und kranke Blätter mit Mulch, kann einer Neuinfektion vorgebeugt werden.

 

Für das Bodenleben und die Nährstoffversorgung hat es meist positive Auswirkungen, man muss jedoch genau überlegen, wann und wie man mulcht:

* zur Unkrautbekämpfung und langfristige Abdeckung ist frische Nadelholzrinde ideal. Da ihr Zersetzungsprozess Stickstoff verbraucht, zuerst den Dünger ausbringen und dann abdecken. So ist die Rose gut versorgt und die Mulchdecke bleibt lang erhalten.

 

* Zum Anhäufeln der Rosen im Spatherbst als Winterschutz, kann man Kompost oder verrotteten Mist verwenden Beim Abhäufeln im Frühjahr zieht man diesen auseinander und hat somit eine Mulchdecke.

 

*Eine gute Sommerversorgung und ein Geheimtipp alter Rosengärtner ist diese Düngerdecke (aus verrottetem Mist oder Kompost) erst im Juni aufzubringen. Man vermeidet so die verspätete Bodenerwärmung im Frühling, die solch eine Mulchdecke mit sich bringt.

 

Schnitt als vorbeugende Maßnahme gegen Krankheiten

Am alten und abgestorbenen Holz überwintern viele Pilze und Schädlinge, abgestorbenes Holz unbedingt entfernen. Sie können es ruhig zur Kompostier­ung geben. Die positiven Bodenbakterien wirken den Krankheiten entgegen. (Dennoch können Sie Sicherheitshalber aber diesen Kompost nicht für Rosen benutzen)

 

Mehr über Schnitttechniken erfahren Sie in Schnittkursen, die vielerorts und auch in unserer Rosenschule angeboten werden.

 

 

Zwischenwort:

Als wir nun bei der Rosenkultur all diese Maßnahmen so sorgfältig wie möglich durchgeführt hatten dachte ich: ‘Nun dürften unsere Rosen eigentlich keine Krankheiten und Schädlinge mehr bekommen. ‘ Warum das nicht so ist machte mir unser Gemüsegärtner einmal klar, er sagte: In dem Moment wo du mit dem Spaten eine Scholle Erde umgräbst, greifst du in die Natur ein. Du versuchst deinen Kulturpflanzen Vorteile zu verschaffen und schaffst damit auch gleichzeitig den Schädlingen der Pflanze Vorteile, denn ihre Aufgabe in der Natur ist es deine Kulturpflanzen wieder ‘einzudämmen‘.

 

Also erzähle ich Ihnen nun noch einiges über Rosenschädlinge.

 

 

Schädlinge

 

Blattläuse nehmen regelmäßig beim ersten Auftreten Oberhand, da sie sich bis zu 15-mal schneller entwickeln, als ihre Feinde. Bei der Bekämpfung der Läuse ist es unwahrscheinlich wichtig die Nützlinge zu schonen. Nur so kann sich schnell ein natürliches Gleichgewicht einstellen. Also: zerdrücken Sie die Läuse, spritzen Sie sie mit einem scharfen Wasserstrahl ab, oder benutzen Sie Seifenpräparate wie Weinbergseife oder Neudosan. Deren Anwendung sollte spät abends erfolgen, nur so ersticken die Läuse unter dem feuchten Seifenfilm.

 

Spinnmilben treten nur bei extremer, trockener Hitze verstärkt auf. Vermeiden Sie solche Standorte (z.B. unter Vordächern etc.). Oberbrausen Sie ‘überdachte‘ Rosen 2-3-mal pro Woche frühmorgens. Bei starkem Befall helfen Ölpräparate (Sommeröl, Neemöl), allerdings nur bei mehrfacher Anwendung, da sie die Eier nicht abtöten.

 

Raupen treten meist nur wenige auf und werden von den Vögeln geholt. Bei starkem Befall helfen Bacillus thuringiensis Präparate (Neudorffs Raupenspritzmittel ). Die Raupe wird mit einem Bacillus infiziert und abgetötet.

 

Blattrollwespe bevorzugt bestimmte Rosen und schattige Standorte. Befallene Blätter absammeln und vernichten. Dies vermindert den Befall im nächsten Jahr (es gibt nur eine Generation im Frühling). Bei extremem Befall im nächsten Frühling am Besten bevor sich die Blätter rollen mit Spruzit behandeln.

 

Schadbild der Blattrollwespe

 

 

Pilzkrankheiten

Echter Mehltau tritt meist bei heißer, trockener Witterung oder bei Wurzeltrockenheit ( Kletterrosen am Haus !) auf. Oft hilft durchdringendes Gießen. Um den Befallsdruck im Anfangsstadium zu mindern, die befallenen Triebspitzen abschneiden. Wirkungsvolle Biomittel sind: Bioblatt Mehltaumittel von Neudorff und Steinhauers Mehltau Kombipack.

 

Sternrußtau tritt bei nasskalter Witterung auf und ist wohl die gefürchtetste Rosenkrankheit, da er zum totalen Blattfall führen kann.

 

Leider gibt es dagegen kein verlässliches Biomittel. Schachtelhalmextrakt, Neudovital und Vulkasan helfen unterstützend und stärkend. Vorbeugende und regelmäßige Anwendung ist wichtig.

 

Die Sortenauswahl ist ein wichtiger Faktor, suchen Sie robuste Sorten aus. Es gibt jedoch keine Sorte die immun dagegen ist (Ausnahme Rosa rugosa und ihre Sorten).

 

Vorbeugend ist ein gut durchlüfteter Standort und ausreichend Abstand von Pflanze zu Pflanze. Der Pilz überwintert auf abgefallenen Blättern, jedoch nur wenn diese oberflächlich liegen bleiben. Absammeln oder in den Boden einarbeiten ist wichtig.

 

Niemals abends übers Blatt gießen, die Rose sollte trocken in die Nacht gehen

 

echter Rosenrost bevorzugt etwas wärmere Witterung, verhält sich aber sonst ähnlich wie Sternrußtau, auch die Gegenmaßnahmen sind die gleichen. Zum Glück werden nur wenige Sorten extrem von den orangefarbenen Pusteln an der Blattunterseite befallen. Vornehmlich sind es die Alba-Sorten, denen er jedoch wenig ausmacht, sowie einige Bourbon- und Remontantrosen. Einige Englische Rosen sind leider auch anfällig gegen den Rosenrost.

 

Falscher Mehltau wird oft mit Sternrußtau verwechselt. Die schwarzen Blattflecken sind flächig und durch die Blattadern begrenzt. Er tritt bei schwülwarmer, feuchter Witterung auf und ist meist nur bei Schnittrosen und Topfkultur problematisch. Luftstauende Pflanzorte und zu enge Pflanzung sollte vermieden werden. Frühzeitig Vulkasan spritzen.

 

Ich hoffe Ihnen nun einiges Wissen über die Königin der Blumen mitgeteilt zu haben, das Ihnen hilft Ihre Rosen zu pflegen.

 

Wir wenden in unserem Betrieb konsequent seit 1995 keine chemischen Pflanzenschutzmittel mehr an, weil wir einfach nicht genug über Ihre ganzen Aus- und Nebenwirkungen wissen, um sie guten Gewissens einsetzen zu können. Immer wieder werden Mittel vom Markt genommen, die zunächst als unbedenklich empfohlen werden, dann aber doch zu gefährlich sind. Wir haben auch keine Patentlösung und sind immer wieder gefordert bei neu auftretenden Problemen, auszuprobieren was dagegen hilft. Jedoch haben wir die Gewissheit: Die Rose ist auch biologisch kultivierbar, so zufrieden­stellend, dass wir als Betrieb erfolgreich arbeiten können.

 

Sollten Sie nun wieder einmal Schädlinge an Ihren Rosen finden, so wünsche ich Ihnen und auch mir in diesem Fall, dass wir das Problem so entspannt sehen können wie Wilhelm Busch, der einmal sagte:

 

Wem der liebe Gott ein Gärtlein gab und Rosen, dem gab er auch den Mehltau und die Blattlaus, auf das er‘s lernt sich nicht über Kleinigkeiten zu entrüsten.

 

Autor: Werner Ruf, Bioland-Rosenschule

Bad Nauheim- Steinfurth